Die Taylor-Johnson Temperament-Analyse (TJTA)

romantische Lilien„Die Psychologie kann keine Wunden heilen, aber sie kann sie aufdecken, kann keine Fehler gutmachen, aber kann wesentliche Vorarbeit leisten, indem sie klären hilft, was mir fehlt und mir dort Sprache verleiht, wo noch sprachlose Ohnmacht herrscht.“
Dr. Daniel Trobisch

Einordnung

TJTA ist eine Momentaufnahme des eigenen inneren Empfindens. Es erfasst und beschreibt die Persönlichkeitszüge oder Verhaltensweisen mit dem Ziel, die Selbsterkenntnis zu verbessern.
Die amerikanische Therapie wird deshalb oft mit
„Beschreibung der Gemütsart“ übersetzt.

Fast 70.000 Ehepaare waren in der Forschung und Entwicklung für das American Institute for Family Research beteiligt.

Geschichte

Roswell Johnson, ehemals Direktor am American Institute of Family Relations in Los Angeles, veröffentlichte 1941 seine Theorie unter dem Namen „Johnson Temperament Analysis“.

Dr. Robert Taylor gab 1966 nach langjähriger Forschung die überarbeitete Version heraus, die daraufhin oft in der Ehevorbereitung und -beratung angewendet wurde.

Therapie

Kernstück von T-JTA ist ein Fragebogen mit 155 Fragen, der als Papierversion von Singels - oder Paar jeweils getrennt voneinander - ausgefüllt und anschließend ausgewertet wird.

Das Ergebniss ist die Grundlage der darauffolgenden Beratungsgespräche, in denen Ihre Stärken und Ihre Wachstumsbereiche thematisiert werden.

Die TJTA gibt dem Klienten in erster Linie Aufschluss darüber, wie sein Innenleben aussieht. Reaktionen, Gedanken und Gefühle werden erfasst und zeigen auf, wie er oder sie sich zurzeit sieht und erlebt. Das daraus resultierende Verhalten bekommen die Mitmenschen oft eher mit als der Ratsuchende selbst.

Deshalb eignet sich diese Selbstbeschreibung besonders auch für den Singels und Ehedialog. Mit dem Einblick in mein Profil gewähre ich meinem Berater/Partner einen Blick in mein Inneres, wie es in mir persönlich aussieht. Im Grunde genommen begegnen wir uns hier auf einer sehr tiefen Ebene.

Für den Ratsuchenden wäre es wichtig, den Mut für eine Selbstbegegnung zu haben, den Mut, sich einem nicht immer ganz angenehmen Ergebnis zu stellen, denn „die Wahrheit wird uns frei machen. (Joh. 8,32 b). Dieses Instrument trägt somit auch dazu bei, überlegt und gezielt zu beten. Jesus fragt den Einzelnen immer persönlich: „Was willst du, das ich dir tun soll?“