Trainings nach Thomas GordonGORDON

"Ein Schlüssel zur Führungseffektivität ist die Fähigkeit, Menschen zu beeinflussen, ohne von der eigenen Macht Gebrauch zu machen."
Thomas Gordon (1918-2002), US-Psychologe

Einordnung

Das Gordon-Training ist ein Konfliktlösungs-Modell, dessen Ziel es ist, Auseinandersetzungen gewaltfrei und ohne Verlierer zu lösen. Die Grundhaltung lautet: "Du bist wichtig - ich bin wichtig und unsere Beziehung ist wichtig".

Dieser Ansatz wurde erstmals in den 1970er Jahren in Gordons Buch unter dem Originaltitel „Parent effectiveness training“ erwähnt. Doch schon kurz darauf erkannte der Autor selbst, dass sich sein Modell auf jegliche Beziehungsform anwenden lässt.

Über den Autor

Thomas Gordon (1918-2002) war ein amerikanischer Psychologe. Er leistete Pionierarbeit in der humanistischen Psychologie und war der Überzeugung, dass Menschen, die in einem fürsorglichen und freiheitlichen Klima aufwachsen, fähig werden, Verantwortung zu tragen und ein eigenständiges, erfülltes Leben zu führen.

Thomas Gordon ist Bestsellerautor zahlreicher Bücher zum Thema Kommunikation, Erziehung und Beziehungen. Sein bekanntestes Buch „Familienkonferenz“ wurde weltweit millionenfach verkauft. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet und drei Mal für den Friedensnobelpreis (1997, 1998 und 1999) nominiert.

Das Gordon-Modell

Basierend auf der humanistischen Psychologie seines ehemaligen Ausbilders Carl Rogers entwickelte er ein im Alltag anwendbares Modell, das auch als Gordon-Modell bekannt ist. Es besteht im Wesentlichen aus folgenden Konzepten:

  • Aktives Zuhören
    Fähigkeit, Meinungen und Gefühle vom Gegenüber zu reflektieren (Paraphrasieren), um die eigenen Probleme verstehen und Lösungen selbst entwickeln zu können.

  • Ich-Botschaften
    Neutrale Aussagen ohne Schuldzuweisungen geben dem Angesprochenen Informationen über die Gedanken und Gefühle des Sprechers.

  • Umschalten
    Bezeichnet den Wechsel von Ich-Botschaften zu aktivem Zuhören. Dies ist dann hilfreich, wenn man dem Gegenüber über Ich-Botschaften das eigene Problem erklärt hat und es das Problem dann auch als eigenes Problem (an)erkennt.

  • Niederlagelose Konfliktlösung
    Die angepeilte Lösung sollte für beide Seiten akzeptabel sein, so dass neue Lösungswege zugelassen werden können. Dazu ist vor allem eine unvoreingenommene Herangehensweise notwendig.

  • Das Verhaltens-Fenster
    Dieses Konzept dient dazu, Akzeptanz und Problembesitz einzuordnen. Wichtig ist, eine Lösung anzustreben, bei der sich keiner benachteiligt fühlt.

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